Alles Neu?

Das Neue ist ins Land gezogen, meine Situation hat sich mal bislang auch nicht geändert, vom Winter ist nix zu spüren. Okay, eine kleine Aufgabe, die ganz nett ist, hat man mir zugeschanzt. Etwas, das der gesamte Vorstand nicht so mag, nun soll ich die Leute motivieren, etwas zu tun, womit sie in der Regel nix zu tun haben (wollen). Nachhaltigkeit. Non-financial report und entsprechende Indikatoren. Ein Bericht. Eine externe Consulting-Gesellschaft wurde engagiert, um uns zu helfen. Ich frage mich auch, wozu. Können wir nicht lesen? Immer noch gälte: das Schwarze sind die Buchstaben, von links nach rechts, geht schon. Dann kann man auch eine EU-Richtlinie lesen. Man kann natürlich auch eine Vorlage der Konkurrenz nehmen und sich daran orientieren. Alles gut und möglich. Irgendwer hat da zwei Seiten zusammengeschustert. Reichlich mager für unser Unternehmen. Vollmundig reden wir im letzten Jahresbericht von den SDGs (sustainable development goals) der Agenda 2030 der UN, und wie wir das nicht alles verwenden würden, wenn wir so vor uns her arbeiten.

Wenn man die SDGs lesbar ausdruckt und auf ein Blatt zusammenbringen wollte, dann ist das Feigenblatt wirklich recht groß. Dahinter steckt… naja, also man erwarte sich da keine Weltwunder.

Wenn man dann so aus dem Fenster raussieht und es bildet sich vor dem Hintergrund einer dunklen Regenfront ein Regenbogen, dann weiß man zwar, wieso es den gibt. Aber dennoch ist es immer wieder ein Spektakel und die Leute drehen sich nicht nur um und freuen sich bei Betrachten des Naturschauspieles. Da kehrt die Natur ein Stück weit zurück in unsere drögen Büroalltage, die nur von grenzenlos bescheuerten Statistiken und Kennzahlen beherrscht wird, neben dem alltäglichen Kampf um Mehr und das Sich-behaupten-müssen. Ein seelenloses, sinnentleertes Dasein, also einfach so, losgelöst vom Rest des Unternehmens eine einfach total verrückte Tätigkeit. Eigentlich sollte ich wütend sein und/oder werden. Was hat das alles mit Menschsein zu tun? Kann irgendwer noch von sich behaupten – außer Menschen, welche in Sozialberufen oder Dienstleistungen am Menschen tätig sind – dass er in dieser Welt etwas Sinnvolles macht? Okay, Handwerker, welche unsere Häuser bauen. Aber Banker? Versicherer? Fonds-Investoren? Sind die allesamt in Ihrem Leben denn glücklich? Okay, da wird es welche geben, klar, weil es einfach Leute gibt, denen es Spaß macht, mit Zahlen und Werten und Menschen zu spielen.

Ich denk grad an die Geld- und Kreditblase in dieser Welt da draußen. Und an den INTEL-Meltdown und Spectre. Und Bitcoin. Ich weiß ja nicht, wie viel Menschen sich darüber schon Gedanken gemacht haben, dass über diesen Meltdown möglicherweise auch Bitcoins nicht mehr sicher sein könnten. Nun bin ich kein IT-Experte, aber auch die Idee, dass irgendwer mal einen gewaltigen EMP (elektromagnetischen Impuls) in der Stratosphäre erzeugt (geht ganz leicht mit ’ner entsprechenden Atombombe) und was sich dann an den Börsen tut, oder nicht mehr tut, hat das spannende Aspekte?

Glücklich würde uns das vermutlich alle nicht wirklich machen, aber zurückführen auf das, was wirklich essentiell ist, das könnte es wohl. Die ganze Facebook-Schmierereien wären weg. Sinnlose oder -volle Posts auch. Dieser zum Beispiel: sie könnten ihn nicht mehr lesen. Serverfarmer und ihre Knechte würden arbeitslos, hach, was für ein Gedanke! Die modernen Autos könnten nicht mehr fahren, okay, das wären dann auch E-Mobile. Dennoch. Ist die Zeit vor dem Internet so etwas wie eine Wissens-Steinzeit, eigentlich?

Was meinen Sie?

 

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